flamon Vagabund

Anmeldedatum: 29.08.2009 Beiträge: 12
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Verfasst am: 06.09.2009, 14:43 Titel: Ballade von Drei-Federn |
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Der Barde singt sein Lied:
Drei-Federn, so nannt´ sich der,
von dem ich heut berichte.
Wie ich, war auch ein Sänger er,
hört seine Geschichte:
Als Barde
Ward er bestellt
Zu Tyrannus Garde.
Dort singt er für Geld.
Doch Spielleut´ gelten als kriminell,
als ehrlos und gerissen,
deshalb ließ Tyrannus sehr schnell
den Barden wissen,
„Verrätst du ein Wort
über meiner Männer Zahl,
unseren Aufenthaltsort
oder die Menge an Stahl,
dann jage ich dich
und bringe dich um.
Höre auf mich
Und sei nicht so dumm!“
Zweifelt nie die Bardenehre an!
Das hat noch keinem gut getan.
Drei-Federn singt
Und berauscht die Gäste.
Währenddessen dringt
Ein Spion in die Feste!
Mit dem letzten Ton,
der leise verklingt,
Entweicht der Spion
Verrichteter Ding´.
Schon die nächste Nacht
treffen Feinde ein.
Als Tyrannus erwacht,
stürmen sie schon hinein.
Tyrannus siegt,
und man sieht, was er glaubt.
Was man von ihm nur zu hören kriegt,
Ist: „Bringt mir Drei-Federns Haupt!“
Zu des Kämpfens Beginn
Gelang es diesem, zu verschwinden.
Zwar suchte man ihn,
doch ohne ihn zu finden
Zweifelt nie die Bardenehre an!
Das hat noch keinem gut getan.
Drei-Federn aber blieb ungefasst
Und wurde beinahe vergessen.
Eines Tages aber spielte er Gast
Bei Tyrannus, nach dem Abendessen.
Zu Sonnenaufgang
Kam ein Diener in Tyrannus Zimmer.
Tyrannus an der Decke hang,
auch der am Boden lebte nimmer.
Dieser war der einst´ge Spion.
Und mit seinem Blut stand,
voller Hohn,
eine Nachricht an der Wand:
„In diesem Trauerspiel
war keiner der beiden klug.
Der eine sah zu viel,
der andere sah nicht genug.“ |
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